Bildung als Kernaufgabe einer Gemeinde

Aus dem Leitbild der Gemeinde Grosshöchstetten zum Thema Bildung:

Mit unserem Bildungsangebot fördern wir die geistigen, körperlichen, schöpferischen und sozialen Fähigkeiten

  • Wir sorgen für ein fortschrittliches und attraktives Bildungsangebot
  • Wir stellen zeitgemässe Unterrichtsmittel, Unterrichträume und 
Anlagen zur Verfügung
  • Wir setzen uns ein für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit andern Gemeinden im Bildungsbereich und bei Jugendfragen
  •  Den allgemeinen Anliegen der Jugend begegnen wir aktiv
  • Wir befürworten eine lebendige Erwachsenenbildung

Das sind hoch gesteckte Ziele – sind wir auf dem richtigen Weg? 
Mit unserem Kindergarten, der Primar- und Realschule bis zur 9. Klasse und einer Sekundarschule mit gymnasialem Unterricht für die 7 Gemeinden im Sekundarschulkreis haben wir ein breites Angebot. Ist es fortschrittlich, attraktiv und zeitgemäss?

Mit der Einführung einer Tagesschule, gesetzlich vorgeschrieben bei ausgewiesenem Bedarf, sind wir auf gutem Weg zu einem zeitgemässen Angebot für alle Familien. Ein umfassendes Schulangebot ist sicher ein wichtiger Faktor in der Beurteilung der Attraktivität einer Gemeinde.

Die Schulleitungen und Schulkommissionen der Kindergarten, Primar-, Real- und der Sekundarschule haben den Gesamtgemeinderat, vor allem die neuen Mitglieder und den Geschäftsleiter, zu einem Besuchsmorgen und Informationsaustausch in die Schulen eingeladen. Beim anschliessenden Mittagessen, zu dem auch die Kollegien der beiden Schulen eingeladen waren, wurde der Meinungsaustausch fortgesetzt. So konnte sich der Gemeinderat ein Bild machen über die Situation an unseren Schulen und die konkreten Auswirkungen der vielen Änderungen, welche im Volksschulwesen anstehen.

An seiner Klausur im April hat sich der Gemeinderat dann mit der Bildungsthematik eingehend befasst. Denn auch wir müssen uns mit sinkenden Schülerzahlen, neuen Anforderungen von Bund und Kanton auseinandersetzen und Lösungen finden, die unser Bildungsangebot in den kommenden Jahren sicherstellen und wenn möglich verbessern. Die Finanzierung der Volksschule wird sich ändern und den Gemeinden mehr Handlungsspielraum und Eigenverantwortung bei der Gestaltung ihres Angebotes geben. Dies nimmt uns als Gemeinderat, als strategische Behörde, in die Pflicht, unser Bildungsangebot inhaltlich zu prüfen und festzulegen – im Bewusstsein der Konsequenzen für unsere Gemeinde, finanziell und anderweitig.

Seit 2 Jahren können 5-jährige in den Kindergarten aufgenommen werden, auch wenn in Grosshöchstetten selbst nicht genügend Plätze zur Verfügung stehen. Die gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden im Sekundarschulkreis hilft uns über einen Engpass hinweg und bietet gleichzeitig den kleineren Gemeinden die Möglichkeit ihre Kindergärten vollzeit zu betreiben – eine „win-win Situation“. Ist das das Modell der Zukunft für uns?

Die Zusammenarbeit unter den Gemeinden soll weiter intensiviert werden, auch in anderen Bereichen. Denn nur so können wir alle unsere Kernaufgabe eines umfassenden Bildungsangebotes sicherstellen. Bildung sichert unsere Zukunft. Die Sozialhilfestatistik belegt – Bildung ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Vermeidung von Armut.

Ich möchte mich auch in dieser Legislatur für eine Verbesserung und langfristige Sicherung unseres Bildungsangebotes einsetzen.

Ich möchte Sie einladen, Ihre Meinung zum Thema Bildung zu äussern – es geht uns alle an. Was schätzen Sie an unserem Bildungsangebot, was fehlt noch, wo besteht Verbesserungsbedarf?

Karin Berger-Sturm
Gemeinderätin Ressort Bildung